31-33/2020, A23 Eidelstedt/Halstenbek-Krupunder, 25.09.2020

BAB-Sicherung/TH: Bergung Autokran - 24 Stunden Einsatz für das THW auf der A23

Am Nachmittag des 25.09.2020 verunfallte ein Autokran auf der A23 zwischen den Anschlussstellen Eidelstedt und Halstenbek-Krupunder. Infolge dieses Unfalls wurden wir zu den Einsätzen 31 bis 33 alarmiert. 

Am Freitag um 16:05 wurde das THW Elmshorn durch die Funkmelder und die Alarmierungsapp zur BAB-Sicherung alarmiert. Es galt in folge des Unfalls in Fahrtrichtung Norden, die Fahrbahn Richtung Süden an der Anschlussstelle Halstenbek-Krupunder zu sperren. Während die Polizei Hamburg die A23 Richtung Norden sperrte. Im weiteren Verlauf des Einsatzes übernahm das THW Elmshorn die Aufgabe die Einsatzstelle auszuleuchten. Dazu wurden die GKWs von den MLW4 und dem LKW 7t Lbw an der Vollsperrung ausgelöst und zur Einsatzstelle verbracht. Die Bergung des Krans gestaltete sich wie erwartet als aufwändig. Während der Arbeiten, traten größere Mengen Diesel aus, weshalb für erste Eindämmmaßnahmen gut 20 Sack Bindemittel ausgebracht werden mussten. Die Berufsfeuerwehr Hamburg musste erneut anrücken, um die Lage zu bewerten und um den Brandschutz sicherzustellen. Letztlich wurde der Kran auf einen Tieflader gehoben und zur Sicherstellung abtransportiert. Die A23 Richtung Süden konnte im Verlauf der Nacht wieder freigegeben. Für das THW Elmshorn endete damit die Einsätze 31 und 32 um 3 Uhr Nachts.

Am Samstag um 07:00 Uhr wurden wir erneut alarmiert. Dieses Mal zur Sicherung der Beton-Lärmschutzwand. Für einige unserer Einsatzkräfte hieß dies, dass die Nacht nach einer kurzen aber angemessenden Ruhepause wieder vorbei war. Der Kran zerstörte bei dem Unfall die Beton-Lärmschutzwand. Lose Teile hingen nun herab und die Wand könnte bei z. B. starken Winden auf die Fahrbahn stürzen. Man entschied, die zerstörten Teile, mittels des Baggers vom OV Hamburg-Wandsbek niederzulegen und die Gefahr so zu einzudämmen.

Dieses Vorhaben scheiterte leider an der Konstruktion dieser Wand. Jedes starke Rütteln oder brechen der Betonteile mit dem Greifer des Baggers, hätten das Betonfundament beschädigen und den Schaden noch vergrößern können. Damit die Fahrbahn wieder freigegeben werden kann, muss eine Maßnahme her.

Unser Zugführer alarmierte den Fachberater des OV Pinneberg, welcher über ein ASH (Abstützsystem Holz) verfügt. Die Kameraden stützen nun die Wand mittels EGS (Einsatzgerüstsystem) und Holz ab, damit der aus Hamburg kommende Verkehr schnellstmöglich wieder Richtung Schleswig-Holstein reisen kann. Um 11 Uhr übergaben wir die Einsatzstelle an den OV Pinneberg und rückten ein. Lediglich unser WLF mit dem Abrollbehälter EGS verbleibt, als Backup an der Einsatzstelle, um das Pinneberger Material nötigenfalls zu ergänzen. Näheres zum Einsatz des OV Pinneberg finden Sie hier. Gegen 16 Uhr konnten die Maßnahmen des THW Pinneberg beendet werden, sodass das THW zwischen der ersten Alarmierung bis zum Einsatzende fast 24 Stunden im Einsatz war.

Danke an alle beteiligten Einsatzkräfte und die unterstützenden Ortsverbände für die hervorragende Zusammenarbeit. So funktioniert Ehrenamt!


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