1/1962, Elmshorn, 21.02.2022

E1/1962: Kommando Seuchenschutz entsorgt 67t verdorbene Lebensmittel und Tierkadaver

Wie die Fischhandlung Fock, Ecke Flamweg, Schulstraße, Gerberstraße, wurden auch andere Betriebe beschädigt und machte den Abtransport der verdorbenen Waren notwendig. Dies Foto von den Abstützmaßnahmen ist vom 21. Feb. 1962

Auf Anordnung des städtischen Ordnungsamtes wurde der Helfer Pachur mit seinen Lkw ab Montag (19.02.1962) zum Abtransport verdorbenen Fleisches und sonstiger Lebensmittel sowie der Tierkadaver zur Abdeckerei nach Nordoe beauftragt. Ihm wurden zugeordnet die Helfer Beckert (2 Tage), Denk (7) , Lichte (6) und Kähler (5). Alle haben nach gewissenhafter Beachtung der Abwehrvorschriften gegen Ansteckung und Vergiftung ihre ganze Kraft für die allgemeine Bevölkerung besonders eingesetzt. Es war keine schöne Arbeit und hat eigentlich mit den sonst für das THW vorgesehenen Aufgaben nichts zu tun. Was an verderblichen Konserven, Wurst- und Fleischwaren sowie an Aas abgefahren ist, läßt sich nicht mehr bis ins Letzte rekonstruieren. Nach dem Tagebuch des Kameraden Pachur wurden befördert:

Montag, d. 19.02.1962:

16 Schweine vom Altersheim, 15 Schweine vom FZZA, 15 Schweine von der Hoyerstraße (Kios), 2 schwere Schweine von Früchtenicht, Sandberg, Schweine und Kaninchen von der Fordvertretung, Steindamm, 4 große Schweine von Steffens, Holstenstraße

insgesamt 5 Fahrten mit ca. 15 to.

Dienstag, d. 20.02.1962:

                Konserven und Fette aus verschiedenen Schlachtereien, von städtischer Freibank

insgesamt 4 Fahrten mit ca. 12 to.

Mittwoch, d. 21.02.1962:

Aus dem Kaufhaus Kepa Konserven, viel eingefrorenes Geflügel, Fleisch- und Wurstwaren, von Hühnerfarm Geflügel abgefahren

insgesamt 3 Fahrten mit 15 to.

Donnerstag, d. 22.02.1962:

 

insgesamt 4 Fahrten mit 12 to.

Freitag, d. 23.02. 1962:

Abfälle der Schlachtereien, die bei der hiesigen Verwertung lagerten, verdorben waren und vom eigenen, nicht lauffähigen Kfz. nicht fortgeschafft werden konnten

insgesamt 4 Fahrten mit 7 to.

Nachmittags bei der Fahrt durch die Gärtnerstraße von der Sackfabrik Münster angerufen, hier mehrere tausend Säcke, die schon erhitzt waren, geborgen und damit Brandgefahr verhütet.

Sonnabend, den 24.02.1962:

Weitere Fahrten mit Abfällen von der Verwertung von Schlachtereinebenprodukten

insgesamt 2 Fahrten mit 6 to.


  • Wie die Fischhandlung Fock, Ecke Flamweg, Schulstraße, Gerberstraße, wurden auch andere Betriebe beschädigt und machte den Abtransport der verdorbenen Waren notwendig. Dies Foto von den Abstützmaßnahmen ist vom 21. Feb. 1962

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