Multifunktionaler Einsatzanzug (MEA)

Wind und Wetter machen den THW-Einsatzkräften ganz schön zu schaffen. Aber auch Staub, Kälte oder herunterfallende Teile bereiten ihnen Probleme. Daher tragen die Helferinnen und Helfer den multifunktionalen Einsatzanzug (MEA), mit dem sie den Gefahren trotzen.

Hose, T-Shirt und eine Fleecejacke sind die Grundbausteine der Ausrüstung. Hinzu kommen ein Helm, Sicherheitsstiefel und spezielle Handschuhe. Der MEA, sowie die Handschuhe bestehen größtenteils aus Nomex und Kevlar. Diese Materialkombination bietet eine hohe Schnitt- und Stichfestigkeit. Zusätzlich ist sie schwer entflammbar, erreicht den Hitzeschutz eines Feuerwehranzuges allerdings nicht. Bei schlechter Sicht machen reflektierende Leuchtstreifen auf den Träger aufmerksam. Eine Klima-Membran in Jacke, Hose, Schuhen und Handschuhen hält Regen, Wind und Minustemperaturen vom Träger fern. Gleichzeitig lässt sie Schweiß nach Außen durch. Auch Staub und leicht aggressive Chemikalien hält die Membran in gewissen Maßen ab. An heißen Sommertagen, kann der Träger die Membran von der Hose trennen.

Technische Hilfe auf Verkehrswegen

Um bei der technischen Hilfeleistung auf Verkehrswegen optimal geschützt zu sein, machen Warnwesten in leuchtendem gelb auf unsere Einsatzkräfte aufmerksam.

Atemschutz

Zu einem Atemschutzgerät des THW gehören eine Atemschutzmaske, ein so genannter Lungenautomat, ein Druckminderer und eine Pressluftflasche. 15 Kilogramm schwer ist das Atemschutzgerät und fasst ein Volumen von 1.800 Litern Atemluft. Auch wenn die Atemluft theoretisch für längere Einsätze ausreicht, können die Helferinnen und Helfer in der Regel maximal 30 Minuten der hohen körperlichen Belastung durch den Einsatz mit dem Atemgerät ausgesetzt werden.

Das THW setzt bei solchen Einsätzen Vollmasken ein, die im Gegensatz zu Halb- oder Viertelmasken das ganze Gesicht bedecken. Sie schützen auch die Augen. Außerdem herrscht in den Masken des THW ein sehr kleiner Überdruck von etwa vier Millibar. Er verhindert selbst bei undichten Masken das Eindringen von Atemgiften

Schnittschutz

Bei der Arbeit mit Motorsägen ist ein zuverlässiger Schnittschutz Pflicht. Zur Verfügung stehen schnittfeste Schuhe, Bein- und Unterleibsschutz, Gesicht- und Gehörschutz und für die Arbeit in Drehleiterkörben auch Schnittschutzjacken.