Elementarschadensatz

Der Kreis Pinneberg hat die Standardausstattung des THW Elmshorn in Bezug auf Einsätze mit Elementarschäden mit einem speziellen Satz aus vier Rollcontainer ausgestattet. Der Begriff des Elementarschaden kommt eigentlich aus der Versicherungswirtschaft und beschreibt Schäden, die durch das Wirken der Natur entstanden sind. Ausgerichtet ist der Einsatz aus Rollcontainer Satz auf Unwetterschäden. Der Rollcontainersatz Elementarschaden des Kreises Pinneberg ist beim THW Elmshorn disloziert und kann von allen KatS-Einheiten im Kreis angefordert werden. Zwei weitere Sätze des Elementarschadensatzes sind beim THW Ortsverband Pinneberg und in der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Tornesch Ahrenlohe disloziert.

Zwei Rollcontainer sind jeweils mit einem Stromaggregat (13 kVA), Stativ, Beleuchtung und zwei Abwassertauchpumpen mit einer Nennleistung von 2500 l/min, sowie Leitungsroller und A-Schläuchen ausgestattet. Ein weiterer Rollcontainer ist ausgestattet mit Material zur Gebäudesicherung. Neben Schalungsstützen und Windenstützen in unterschiedlicher Länge ist der Rollcontainer mit verschiedenen Verbrauchsmaterial wie Planen und Holzverbinder für Kontruktionshölzer für Abstützmaßnehmen beladen. Der vierte Rollcontainer ist Beladen mit zwei Motorsägen und der dazugehörigen Schutz- und Wartungsausstattung, Erste-Hilfe Rucksack und einer Teleskop-Astsäge.

 

Motorsägen

Das THW verwendet verschiedene Motorsägen, die sich je nach Aufgabengebiet in Größe und Leistung unterscheiden können. Im Gehäuse der meisten Motorsägen befindet sich ein Zweitakt-Motor, der mit einem Seilzug gestartet wird. Der Treibstoff besteht aus einem Gemisch aus Benzin und Öl, das den Motor versorgt. Dieser Motor treibt über eine Fliehkraftkupplung die Sägekette an, die über eine meist 35 bis 50 Zentimeter lange Schiene – auch „Schwert“ genannt – gespannt und mit kleinen Sägezähnen bestückt ist. Die Zähne schneiden sich sogar in vereistes Holz.

Um die Unfallgefahr zu vermindern, sind Schutzvorrichtungen in das Maschinengehäuse integriert. Dieses ist zum Beispiel mit einem sogenannten Krallenanschlag ausgestattet, der die Motorsäge am Werkstück fixiert. Zusätzlich besitzt das Gehäuse einen Handschutz, der Verletzungen durch raue Oberflächen verhindert. Bei der Arbeit mit der Motorsäge kann der Anwender die Geschwindigkeit der Kettensäge regulieren: Verlangsamt er die Schnittgeschwindigkeit, ermöglicht er dadurch ein vorsichtigeres Schneiden.

Des Weiteren gibt es Regeln im Umgang mit der Motorsäge. So muss die Sägekette vor der Nutzung gespannt werden und fest an der Schiene anliegen. Auch die richtige Schutzkleidung ist Pflicht. Sie schützt den Anwender nicht nur vor fliegenden Teilchen, die Gesicht oder Körper verletzen könnten, sondern dient auch dem Lärmschutz. Eine Schnittschutzhose hilft, die Verletzungsgefahr an Beinen und Unterleib zu verringern.

Bastian Hofsümmer/Hochschule Bonn-Rhein-Sieg